20. November 2016, selbst bestimmen

da bin ich wieder! Es hat etwas gedauert, aber nun habe ich wieder einen Rhythmus gefunden 🙂 Ihr kennt das sicher: Neuer Job und die ersten Wochen der „Findungsphase“: Wie sind Kollegen? Wann kann ich zum Sport? Wie kann ich alles andere planen? Kann ich überhaupt noch was planen??

Hallo Welt,

Nach meinem Eintritt in die neue Redaktion ist mir eines ganz klar geworden: Ich bestimme mein Leben selbst. Ohje… das klingt irgendwie wie aus einem Selbsthilfekurs: „Hallo, ich bin Jenni und ich bestimme mein Leben selbst“ – „Hallo Jenni!“

Was heißt es eigentlich, sein Leben selbst zu bestimmen?

Wie schon erwähnt, ich arbeite in einer neuen Redaktion. Es ist stressig, aber anders

Wenn du dich so fühlst, es wärst du nicht mehr du selbst, dann ist es Zeit zu handeln! :)
Wenn du dich so fühlst, es wärst du nicht mehr du selbst, dann ist es Zeit zu handeln! 🙂

stressig als zuvor. Positiv stressig. Ich fahre jetzt abends nach Hause, in dem Wissen, alles geschafft zu haben, was ich wollte. Meine neuen Kollegen: Völlig anders! Manches besser, manches irgendwie total abgefahren und wieder einiges irgendwie sehr … skurril. Im Prinzip also, die ideale Wundertüte.

Dass ich jetzt in diesem Team arbeite, positiveren Stress habe, meine alten Gewohnheiten aufbreche, das alles habe ich selbst bestimmt. Ich kam einem Punkt in meinem Leben nicht weiter und habe beschlossen, etwas zu ändern. Und genauso verhielt es sich mit anderen Punkten in meinem Leben.

Beispielsweise mit dem Essen: Ich habe in Stresssituationen eine Stimme im Kopf, die zu mir sagt „Du willst jetzt Schokolade“, während meine andere Stimme im Kopf sagt „Schokolade?? Was?? So ein Unsinn! Du gehst heute 18 Uhr nach Hause und dann machst du dir einen Lecker-Salat mit Putenstreifen.“

Und im nächsten Moment schleudert der Chefredakteur rein: „Jenni! Die Meldung raus! Jetzt!!“ Und aus 18 wird 19 Uhr. Aus 19 dann 20 und aus 20 dann schließlich 21 Uhr. Zwischenzeitlich brachte mich das Hungergefühl schon fast um, und die ich merke, dass die Rittersport, die ich mir ausm Automaten gezogen hatte, jetzt ein unfassbar schlechtes Gewissen in mir hervor ruft: „Verdammte Kacke!“

Die Hose kneift, das Shirt zeigt meine Rettungsringe mehr denn je…

… und dann lästern Menschen auch noch am Mittagstisch über eine Frau, die sich in adrettem Look zur Tür begibt: „Oh Gott, und dann“, sagt der Mann mir schräg gegenüber, „muss sie immer zum Kopierer und wenn sie sich bückt…“, er braucht nicht weiter zu reden, jeder weiß irgendwie, was er meint.

Damit ich wieder strahlen konnte, musste ich ein paar Veränderungen vornehmen.
Damit ich wieder strahlen konnte, musste ich ein paar Veränderungen vornehmen.

Und einen Moment lang, drängt sich in mir das innige Bedürfnis danach, heute Abend noch zum Sport zu gehen. Um jeden Preis, was eigentlich schon ziemlich toll ist, denn in letzter Zeit habe ich mich mehr vorm Sport gedrückt als alles andere, aber Moment mal: Da sind sieben Menschen, die über eine Frau herziehen und ich habe das Gefühl zum Sport zu gehen, um… was? Doch nicht etwa denen zu gefallen??!

Soll ich euch mal was sagen: Ja, ich war beim Sport und zwar sowas von! Und ich kann und will nicht alles wieder geben, was über diese Frau am Mittagstisch gesagt worden ist, weil es hier auch keine Rolle spielt. Fakt ist: Ich bin keine von denen, die sich über andere aufgrund ihrer Äußerlichkeiten auslassen. Und ich will in diesem Zusammenhang gar nicht erst wissen, was über mich gesagt wird.

Wann ich abnehme und wie, sollte sich niemand von anderen sagen lassen. Wichtig ist doch, dass man sich in seinem Körper gut fühlen muss – auf eine gesunde Art und Weise. Wenn ich mit mir nicht zufrieden bin, ändere ich nichts damit, wenn ich eine Tafel Schokolade esse, statt mir einen gesunden Snack mit zunehmen, auf den ich zugreifen kann, wenn es mal später wird, oder wenn ich rumheule, weil ich wieder gesündigt habe und nicht zum Sport gegangen bin. Es liegt an mir, etwas zu tun. Und ich werde es dann tun, wenn für mich die richtige Zeit dafür ist.

Zufrieden mit sich sein

Und nach knapp zwei Monaten im neuen Job, habe ich endlich meinen Rhythmus gefunden. Und es ist schön nach einer langen Durststrecke endlich wieder Zeit zu haben für Sport, fürs Kochen, für meine Freunde und meine Familie. Selbst bestimmen heißt für mich, selbst zu entscheiden, wie ich mein Leben gestalten will und es so durch zu ziehen. Und eins sag ich euch: Ob ich mit diesen Leuten noch mal an einem Tisch essen will, weiß ich nicht so genau…

Bestimmt ihr euer Leben selbst? Fühlt ihr euch wohl, indem was ihr tut und steht ihr hinter euren Entscheidungen? welche Hürden habt ihr? Schreibt es ins Kommentarfeld! Ich freu´ mich über jede Anregung 🙂