Krokant-Kekse

Feiertage ohne Kekse oder Plätzchen sind undenkbar. Zumal sie auch eine gute Gelegenheit bieten, Kinder und Erwachsene in die Küche zu bringen, sich kreativ auszutoben und am Ende die Naschereien zu verschenken oder eben selbst zu vernaschen. So wie beispielsweise Krokant-Kekse.

Katja Sontheimer ist Diätassistentin am Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben

Wer backen will, muss zunächst die nötigen Utensilien im Haus haben. Und wer dann aber vor dem Regal im Supermarkt steht, sieht sich mit der Frage konfrontiert, welche Mehl- und Zuckersorte es denn sein darf. Wer nachhaltig einkaufen will, achtet besonders darauf, woher die Produkte kommen. Sind diese nämlich nicht aus der Region, haben sie mitunter lange Transportwege hinter sich. „Somit sind sie schlecht für unser Klima. Landwirte in den Anbauländern werden oft ausgenutzt und bekommen keine faire Bezahlung, Wälder werden abgeholzt“, erklärt Katja Sontheimer, Diätassistentin, Ernährungszentrum Bodensee-Oberschwaben. „Grundsätzlich, wie bei allen Lebensmitteln, sind regionale Produkte zu bevorzugen, um die heimische Landwirtschaft zu unterstützen und das Klima zu schonen. Ansonsten können noch Bio-Produkte bevorzugt werden und es kann auf eine nachhaltige Verpackung geachtet werden“, rät Katja Sontheimer.

Neben der Nachhaltigkeit und Fair Trade, stellt natürlich auch der Geschmack eine wichtige Komponente dar. Für meine Krokant-Kekse habe ich mich für Bio-Dinkelvollkornmehl und Bio-Kokosblütenzucker entschieden. Kokosblütenzucker unterscheidet sich durch seinen sehr karamelligen Geschmack vom normalen Zucker. Überraschenderweise schmeckt Kokosblütenzucker so gar nicht nach Kokos. Bei der Verarbeitung, wie beispielsweise bei Mürbeteig für Kekse, macht er den Teig dunkler als weißer Zucker. Dinkelvollkornmehl gibt dazu noch die eher nussige Note. Soweit die Theorie, schauen wir in die Praxis.

Zutaten für etwa 50 Kekse

  • 210 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 90 g Kokosblütenzucker
  • 125 g Butter
  • 1 Ei

Zur Verzierung

  • Zartbitterkuvertüre
  • Krokant

Zubereitung für die Krokant-Kekse

Beginnen wir zunächst mit dem Mürbeteig: Dafür verkneten wir Dinkelvollkornmehl, Kokosbluten- und Vanillezucker mit der Butter und dem Ei zu einem Teig. Wer will kann dies mit Knethaken machen, ich bevorzuge die Verarbeitung mit der Hand. Dann wandert der Teig für etwa eine Stunde in den Kühlschrank, damit er anzieht und fest wird.

Bis hierhin, ist im Prinzip nichts anders, als bei einem Mürbeteig, den man auch bei Omma machen würde, um gegen Weihnachten ein paar Plätzchen auszustechen. Nur, dass wir eben Dinkelvollkornmehl und Kokosblütenzucker verwendet haben.

Nach einer Stunde rollen wir den Teig aus, stechen die Kekse aus und legen sie auf ein Backblech mit Backpapier. Dann wandern die Kekse in den auf etwa 180 °C vorgeheizten Backofen für etwa 10 bis 15 Minuten. Als gutes Augenmerk habe ich festgestellt, dass die Kekse durch sind, sobald sie den Schimmer auf der Oberfläche verloren haben. Lässt man sie dann noch länger im Ofen, werden sie nicht mehr so fluffig und sehr bissfest 😉

Dann lassen wir die Plätzchen auskühlen. Für das Dekorieren habe ich die Kuvertüre im Wasserbad geschmolzen und dann auf der erkalteten Kekse gegeben. Anschließend habe ich Krokant darüber gestreut.

Krokant-Kekse: Mein Fazit

Es war das erste mal, dass ich mit Kokosblütenzucker gearbeitet habe. Mich selbst hat sehr überrascht, wie karamellig die Kekse geschmeckt haben. Normalerweise denkt man, dass Kekse mit Dinkelvollkornmehl und einer Alternative zu weißem Zucker, eher nicht so gut schmecken wie „normale Kekse“. Also solche, doe man eben so mit Omma zu Weihnachten gemacht hat – voll mit Butter und Zucker.

Ich und auch mein Familien- und Freundeskreis, der zu Ostern mit diesen Keksen beglückt wurde, empfinden diese Kekse geschmacklich als richtig gut. Tatsächlich haben wir uns alle ein anderes Ergebnis vorgestellt. Und waren überrascht, wie gut die Kekse am Ende waren.

Aus meiner Perspektive lohnt sich dieses Rezept für Menschen, die eine Weißmehlallergie haben. Ob dieses Rezept allerdings zu einer gesunden Ernährung beiträgt, sei dahin gestellt. Zucker und Mehl bleiben eben Kohlenhydrate.

Das Experiment: Backen mit Dinkelvollkornmehl und Kokosblütenzucker ist in der Tat allerdings geglückt. Ein weiteres Rezept dazu in – Schokoausführung – findet ihr im Laufe der Woche hier auf meinem Blog.